BKM-Preis Kulturelle Bildung 2018 für "KorresponDanSe"

Kunstschule Offenburg erhält BKM-Preis Kulturelle Bildung 2018

Die Kunstschule Offenburg erhielt am Freitag, dem 29. Juni 2018 den BKM-Preis Kulturelle Bildung 2018. Er wurde durch Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien im Haus der Kulturen der Welt in Berlin verliehen.



Obere Reihe (v.L.n.R.): Matilda Tedde, Eleonora Natilii, Husnain Zaka, Monika Grütters (MdB, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien), Karolin Stächele (Choreografin), Nori Kahn, Julia Buddenburg
Untere Reihe (v.L.n.R.): Hala Alsukhini, Tristan Le Gouezigou, Enrico Tedde (Choreograf, Compagnie Blicke), Nadine Jundt, Heinrich Bröckelmann (Projektinitiator, Kunstschule Offenburg)
Ohne Hinweis: Tänzer/innen des Projekts. Es fehlt die Choreografin Rica Lata Matthes.


Monika Grütters verdeutlichte: „Kulturelle Bildung ist der Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe und zu gesellschaftlichem Zusammenhalt. Deshalb zeichnen wir mit dem BKM-Preis Kulturelle Bildung seit zehn Jahren all diejenigen aus, die sich mit Begeisterung und Begeisterungsfähigkeit der Vermittlung verschreiben. ... Sie setzen sich mit den gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen unserer Zeit auseinander und bauen dabei auf die verbindende Kraft der Kultur.“





Das Projekt der Kunstschule Offenburg „KorresponDanSe“ vereint Jugendliche und junge Erwachsene aus Deutschland, Frankreich und weiteren Europäischen Ländern mit jungen Geflüchteten außerhalb des Schengen-Raums in gemeinsamen Produktionen zeitgenössischer Tanz- und Performancekunst. Sie kommen dazu auf einer stark genutzten Brücke, die Straßburg mit der Ortenau verbindet, hoch über dem Rhein und mitten auf der Grenze zusammen. Während Europäer problemlos die deutsch-französische Grenze auf der Brückenmitte überqueren können, ist dieses für Geflüchtete nicht möglich. Hier fand die Kunstschule spielerisch und ideenreich Lösungen. Durch die Form des Tanzes macht das Projekt auf berührende Weise auch augenfällig, wie unterschiedlich Menschen Grenzen erleben. Die kreative Bearbeitung dieser vielschichtigen und im heutigen Europa doch alltäglichen Thematik hat die Jury des BKM-Preises überzeugt.





Heinrich Bröckelmann, Leiter der Kunstschule Offenburg und Initiator von KorresponDanSe sagte, der Preis verweise auch auf die Arbeit der rund 400 Kunstschulen, die im BJKE organisiert sind und die mit den Mitteln der Künste herausragende Projekte realisierten, die gesellschaftliche Ankerpunkte bilden, die die Gesellschaft darin unterstützen ihre demokratische Form zu halten.

Dass das gerade auch mit den Mitteln der Künste wie PerformanceArt und Tanz möglich ist, würdige dieser Preis. Bröckelmann weiter „Mich macht es stolz, dass wir ausgezeichnet wurden, denn damit wurde nicht nur das einzelne Projekt ausgezeichnet, sondern die hohe Qualität unserer gesamten Einrichtung, die seit nunmehr 30 Jahren ihren Auftrag einer kulturellen Bildung mit den Mitteln der Bildenden Künste, der Medien und der Darstellenden Kunst sehr erfolgreich umsetzt. Dies wird durch eine kontinuierliche Förderung, insbesondere der Stadt Offenburg und des Landes Baden-Württemberg ermöglicht, die aber immer wieder um neue Mittel ergänzt werden muss.“ Beim Tanzprojekt „KorresponDanSe“ durch den Fonds Soziokultur, den Eurodistrikt Strasbourg/Ortenau und die Offenburger Bürgerstiftung St. Andreas.





Mit dem BKM-Preis Kulturelle Bildung zeichnet die Kulturstaatsministerin seit 2009 beispielhafte Projekte der kulturellen Vermittlung aus. In diesem Jahr wurde der Preis bereits zum zehnten Mal verliehen. Es wurden 3 Preise in Höhe von je 20.000 Euro vergeben, sowie sieben Anerkennungspreise in Höhe von 5.000 Euro.

Die Kunstschule Offenburg wurde 2018 bereits mit dem Innovationspreis Soziokultur für das Projekt „KorresponDanSe“ ausgezeichnet, der im Herbst verliehen wird.



Die Gruppe aller 10 Nominierten für den BKM-Preis Kulturelle Bildung 2018


KorresponDanSe startete im Frühsommer 2016. Für den Projektteil der französischen Seite konnte die Kunstschule Offenburg Enrico Tedde, Leiter des Tanzensemble Compagnie Blicke, gewinnen. Unterstützung fand das Projekt in der Förderung durch den Fonds Soziokultur, den Eurodistrikt Strasbourg/Ortenau und die Offenburger Bürgerstiftung St. Andreas. Ende August 2018 soll mit „tAnz-r(h)ein – KorresponDanSe 4.0“ ein weiteres viertes grenzüberschreitendes Tanzstück für geflüchtete und einheimische Jugendliche und junge Erwachsene stattfinden.

Infos und Anmeldung KorresponDanSe 4.0

Pressemitteilung des Landesverband der Kunstschulen Baden-Württemberg
(Stuttgart, den 02. Juli 2018)





ein grenzüberschreitendes Projekt von
Kunstschule Offenburg | Compagnie Blicke


gefördert und unterstützt von